Ostfriesland Games bringt in der Tradition alter Sportspiele wie Summer Games oder Hyper Olympics die großen ostfriesischen Disziplinen Boßeln, Krabbenpulen, Schlickschlittenrennen, Pultstockspringen und natürlich die wichtige Teezeremonie auf den Bildschirm.
Das kleine Videospiel nimmt Euch mit auf eine Reise durch Ostfriesland, greift regionale Besonderheiten auf, nimmt sich dabei nicht zu ernst und bringt eine ordentliche Prise ostfriesischen Humor mit.
Eine erste Beta-Version konntet Ihr bereits auf der Gamescom an unserem Arcade-Automaten spielen. Seitdem arbeiten wir mit Hochdruck daran, Ostfriesland Games fertigzustellen.
Bis Ende Oktober soll es so weit sein: Dann könnt Ihr das fertige Spiel auf Steam herunterladen.
Wir freuen uns auf Euch.
Euer Ostfriesland Games Team
(Ostfriesland Tourismus GmbH & m01n studios)
Ab 30.10. auf Steam
Kostenlos für Windows, macOS und Linux
Am 20. Oktober waren wir zu Gast bei Radio Ostfriesland: Im Kulturmagazin „Kulturkompass“ haben wir live aus dem Studio in Leer mit Luciano Hoch über m01n und Ostfriesland Games gesprochen.
Eine knappe Stunde Gespräch, ein paar Geschichten aus der Entwicklung und eine ziemlich knifflige Rätselrubrik.
Am 24. September hatten wir Besuch vom Landesstudio Bremen: Ein Team von SAT.1 Regional war bei uns in Aurich und hat uns bei der Arbeit an Ostfriesland Games über die Schulter geschaut.
Kamera, Licht und Mikrofon mitten im Büro sind für uns eine eher ungewohnte Arbeitsumgebung. Gedreht wurde am Schreibtisch, an dem die Pixel entstehen, im Büro und am Teetisch.
Vom 26. bis 30. August stand Ostfriesland Games auf der gamescom in Köln: in der Retro Area in Halle 10.2, direkt neben dem Deutschen Videospielmuseum. Zum ersten Mal konnte jeder unser Spiel am Automaten ausprobieren.
Und das haben erstaunlich viele getan. Länger als 30 Sekunden war der Automat kaum einmal frei, zeitweise gab es sogar eine Schlange. Besonders schön: die vielen Ostfriesinnen und Ostfriesen und unglaublich viele Urlaubsgäste, die sich riesig gefreut haben.
Dass Ostfriesland Games auch auf ostfriesischem Platt spielbar sein soll, stand für uns schon länger fest. Jetzt wird es langsam konkret. Heute waren Grietje und Vera vom Plattdüütskbüro der Ostfriesischen Landschaft bei uns, um das Spiel selbst zu testen und dabei den Übersetzungsumfang einzuschätzen. Also haben wir getan, was man in so einem Fall eben tut: zwei Sprachexpertinnen vor einen Arcade-Automaten gestellt und zugesehen, was passiert.
Noch während wir durch die ersten Menüs gingen, kamen von Grietje schon die ersten Gedanken zur Übersetzung. Was funktioniert direkt auf Platt, was braucht eine andere Formulierung und was lässt man vielleicht lieber wie es ist?
Also wurde gespielt, ausprobiert und nebenbei immer wieder über einzelne Formulierungen gesprochen. Und ziemlich schnell war klar, dass Grietje und Vera nicht nur einen guten Blick auf die Sprache haben, sondern auch ordentlich Spaß am Spiel. Was für uns natürlich besonders schön war.
Digital nimmt Ostfriesland Games erstaunlich wenig Platz ein – ungefähr 250 mb.
Im echten Raum sieht die Sache inzwischen anders aus: Unser Spiel ist fast zwei Meter hoch und unfassbar schwer.
Aber ein Spielautomat hat einen ziemlich klaren Vorteil gegenüber einem normalen Rechner: Niemand muss erklärt bekommen, was er damit machen soll. Man sieht Joystick, Knöpfe, Bildschirm und weiß sofort, dass man irgendetwas drücken darf. Genau dieses Gefühl wollten wir bei unserem Automaten auch haben.
Für die Beklebung haben wir unsere Spielwelt einmal nach außen gekehrt. Landschaften, Watt, Himmel und kleine Details erscheinen jetzt auf dem Gehäuse und machen aus dem weißen Kasten endlich etwas, das zu Ostfriesland Games gehört.
Wenn man ein Gebäude jeden Tag sieht, glaubt man ziemlich genau zu wissen, wie es aussieht. Bis man versucht, es mit sehr wenigen Pixeln nachzubauen.
Plötzlich merkt man: Es sind gar nicht nur die 28 Fenster. Es ist vielleicht das Dach. Oder ein Turm. Oder dieser eine merkwürdige Anbau an der Seite, den man vorher nie bewusst wahrgenommen hat. Genau das passiert gerade ziemlich oft bei uns.
Für Ostfriesland Games bauen wir echte Orte und Wahrzeichen aus der Region in unsere Spielwelt ein. Dafür nehmen wir Fotos als Vorlage und reduzieren so lange, bis eigentlich fast nichts mehr übrig ist. Doch je weniger Pixel man hat, desto wichtiger wird jeder einzelne davon.
Beim Schloss Evenburg zum Beispiel ist schnell klar, warum man es erkennt: die helle Fassade, die vielen Spitzen und der markante Turm in der Mitte. Würde man versuchen, wirklich jedes Fenster und jedes Detail unterzubringen, wäre davon im Spiel am Ende vermutlich vor allem eins übrig: ein bunter Haufen an Pixeln. Also fliegt einiges raus.
Das Interessante daran ist, dass eine reduzierte Version manchmal sogar näher am eigenen Bild eines Ortes ist als ein detailgetreuer Nachbau. Wir erinnern uns nämlich auch nicht an jedes Fenster. Wir erinnern uns an Formen, Farben und ein paar Besonderheiten.